Egospiele Teil 1

Ego, was ist das?

Was ist das Ego?

„Das Ende der Kontrolle – Die biologische Wende in Wirtschaft, Technik und Gesellschaft“, lautet ein Buchtitel aus dem Jahre 1994.

Die Welt um uns herum besteht aus Menschen, und Systemen, die versuchen Kontrolle auszuüben. Ganz gleich ob wir an der Kasse bezahlen oder am Flughafen in Shanghai von einer Wärmebildkamera aus dem Verkehr gezogen werden auf Grund einer erhöhten Körpertemperatur, jedes Mal geht es um Kontrolle.

Betrachten wir den Einzelnen wird das Ego gerne mit dem Wunsch nach Kontrolle in Verbindung gebracht. Der Begriff Ego wird so unterschiedlich verwendet, deshalb scheint es mir wichtig eine Definition hier anzubieten:

 

Ego ist gleich der Energie, die aufgewendet wird, um an alten Ideen und Konzepten festzuhalten.

Kurz gesagt, es lässt nichts neues und schon gar keine Unsicherheiten zu. Es begrenzt uns in unserem Denken und Handeln. Identifizieren wir uns mit dem Ich als Ego, so wird es als eine feste Instanz gedeutet, die es nicht ist. Es ist ein aktiver Prozess des festhalten an über Generationen weiter gegebenen Prägungen und Glaubenssätzen, die als gegeben interpretiert werden. Sie sind nichts weiter als eine Illusion, eine VOR-stellung von dem Leben selbst.

Die Illusion endet immer mit einer ENT-täuschung. Versuche einmal, eine Illusion zu stützen! Du musst unentwegt neue Illusionen dazu erfinden. Die erste Lüge zieht unzählige andere Lügen nach sich. Es geht darum, die Illusion aufzugeben, dass das andere nicht ich bin! Gibst Du etwas her, bekommst Du, nimmst Du gibst Du. Wird Dir Erleuchtung versprochen wird sie Dir genommen.

Die tibetische Buddhistin und Nonne Ven. Tenzin Palmo erklärt sehr anschaulich, wie die irrige Identifikation mit dem Ego eine Welt aus Gier und Aggression hervorbringt.

Meditation ist der Weg, Dich aus dem Konglomerat von Vorstellungen, Konzepten und Mustern zu befreien. In der Mediation geht es darum, Deine Gedanken und Gefühle als Muster zu erkennen und sich nicht mit ihnen zu identifizieren. Es ist ein fortwährender Prozess, ein Fließen, das sich ständig wandelt. Neues Leid kann immer wieder kehren, wenn Du stehen bleibst und den Dingen und Zuständen anhaftest. Die Erleuchtung von gestern ist das Ego von heute. Es hat einfach alte Konzepte durch neue ersetzt. Kein Thron der Welt wurde aus Mitgefühl errichtet, er hat nur einen Zweck: Die Illusion des Egos aufrecht zu halten und Kontrolle auszuüben.

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